Fremde Bilder bei Instagram nutzen, ist das erlaubt?

Fremde Bilder. Stockfotos. Es gibt so viele von ihnen und einige davon sind so schön, dass man sie ganz gerne dazu nutzen würde, um den eigenen Instagramaccount zu befüllen. Insbesondere dann, wenn es irgendein Grund gerade nicht zulässt, neue Fotos zu machen.

Denn der Instagram Algorithmus braucht allerdings regelmäßig neuen Content, damit du nicht in Vergessenheit gerätst. Das Ergebnis wäre andernfalls verheerend. Deinen Followern wirst du im schlimmsten Fall nur mehr kaum oder auch gleich gar nicht mehr angezeigt, sobald du dann wieder etwas postest. Die viele bisherige Arbeit war für die Katz, du musst förmlich von vorne beginnen.

Aber was gilt es dabei überhaupt zu beachten und darfst du fremde Bilder für deinen Account nutzen? Sehen wir uns das nun einmal genauer an.

Bildverwendung im Internet – das sagt die Rechtslage

Grundsätzlich ist jedes Bild urheberrechtlich geschützt. Du darfst daher also nicht einfach schöne Fotos aus dem Web speichern und sie auf deinem Account hochladen, wie es dir gerade in den Sinn kommt. Zuvor ist die Zustimmung des Urhebers notwendig.

Holst du diese nicht ein, können Schadensersatzforderungen, gerichtliche Abmahnungen und auch hohe Anwaltskosten auf dich zukommen.

Gesagt sei dabei allerdings, dass das nicht für das Speichern der Bilder, sondern nur das Hochladen und damit Verbreiten davon gilt.

Du brauchst also ein sogenanntes Nutzungsrecht, damit du ein Bild erst verwenden darfst. Das bedeutet aber nicht, dass du damit auch automatisch ein Bearbeitungsrecht innehast. Als Bearbeitung gilt alles, was das Bild in seinen Grundlagen verändert – von den Farben über den Schnitt bis hin zur Helligkeit. Also im Prinzip alles, was für Instagram relevant wäre.

An genau jener Stelle setzt Creative Commons an. Hierbei handelt es sich um eine kreative Lizenz, die das Nutzen, Bearbeiten und Verbreiten von Bildern ausdrücklich erlaubt. Allerdings gibt es verschiedene Stufen, so steht CC0 zum Beispiel für Fotos, die du privat wie auch kommerziell ohne Namensnennung nutzen darfst, während du bei anderen den Urheber in der Regel nennen musst. Kostenlos sind diese Bilder aber alle.

Eine Auswahl an tollen Bilddatenbanken, die du kennen solltest

Was du vor der Bildnutzung unbedingt prüfen musst

Es kann bei manchen Creative Commons Lizenzen vorkommen, dass eine Verwendungsbeschränkung vorliegt. Hierbei musst du dann genauer nachlesen, auf welche Branchen die Nutzung eingeschränkt ist. Auch gilt es vorab die genaue Lizenz zu prüfen, denn vielleicht ist die Nutzung in sozialen Netzwerken untersagt.

Eine der häufigsten Stolperfallen ist jene der kommerziellen Nutzung. Es ergibt sich bereits selbsterklärend aus dem Begriff, dass du Fotos ohne ausdrückliche Erlaubnis dafür nicht auf Produkte printen lassen und diese dann verkaufen darfst. Eine kommerzielle Nutzung ist es aber auch dann, wenn dein Account als kommerziell gilt. Sprich, verdienst du mit deinem Instagramprofil Geld, darfst du dann auch nur eigene Fotos oder jene verwenden, die zur kommerziellen Nutzung freigegeben sind.

Inwiefern betrifft dich als Instagram Blogger das Bildzitat?

Mit einem Bildzitat haben wir es zu tun, sobald zum Beispiel das Cover von einem Buch oder auch das Plakat von einem Kinofilm verwendet wird. Aber auch ein Screenshot kann unter dieses Zitat fallen.

Damit du in einem solchen Fall rechtlich auf der sicheren Seite bist und du nicht gegen ein Urheberrecht verstößt, muss der besondere Zweck gerechtfertigt sein. Das bedeutet, dass der damit verbundene Text – deine Caption also – ohne das jeweilige Bild keinen Sinn ergeben würde. Das ist zum Beispiel bei einer Review der Fall, weil eine Verwechslungsgefahr bei ähnlichen Titeln bestehen könnte.

Oft sind hier aber wirklich die reinen Cover ausreichend, weshalb es im Fall von Screenshots schon wesentlich pikanter wird. Hierfür erkundigst du dich am besten bei den Agenturen, ob nicht ein paar Materialien für Pressezwecke zur Verfügung stehen. Bei entsprechender Reichweite bekommst du auf die jeweiligen Portale sogar einen Zugriff.

Videospielentwickler drücken oft ein Auge zu

Streamer zählen mittlerweile zu den wichtigsten Werbenden für Videospielentwickler und ihre Werke, daher drücken sie bei den Mitschnitten oft ein Auge zu. Dennoch haben wir es hier mit einem großen Graubereich zu tun und rein rechtlich gesehen ist es nicht zulässig, Videoaufnahmen oder Screenshots aus Videospielen auf Social Media oder einem Blog hochzuladen.

Und wie sieht es mit Fotos von Prominenten aus?

Grundsätzlich besitzt jeder Mensch das sogenannte Recht am eigenen Bild. Gesichter fremder Leute müssen daher unkenntlich gemacht werden, sobald sie ins Internet gestellt werden. Eigentlich gilt das genauso auch für Prominente, aber da es sich hier um in der Öffentlichkeit stehende Personen handelt, wird das ganze Thema etwas anders gewichtet.

Neben diesem Recht am eigenen Bild besteht aber auch noch das Urheberrecht des Fotografen und dieses verletzt du, sobald das Foto ohne Zustimmung verwendet wird. Wenn du so etwas für deinen Instagram-Account brauchst, erkundigst du dich am besten beim Management, ob es zur Verfügung gestelltes Pressematerial gibt. Auch auf Wikipedia finden sich oft Fotos in der Wikimedia-Datenbank, die zur lizenzfreien Nutzung freigegeben sind. Hier ist dann oft eine Namensnennung erforderlich. Nähere Details zum Thema erfährst du unter creativecommons.org.

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