Was ist die YouTube Endcard und wie gestalte ich sie spannend?

Die YouTube Endcard ist ein stark unterschätztes Werkzeug, um die eigenen Videos effektiver zu bewerben. Hierbei handelt es sich um einen interaktiven Abspann, der am Ende deines Videos eingeblendet wird. Dieses Outro beinhaltet mehrere Elemente. Diese Elemente bewegen deine Zuschauer dazu, sich länger mit deinem Channel zu befassen. Zudem rundest du deine Videos auf eine natürliche Art und Weise ab und stärkst die Zuschauerbindung.

Der Aufbau eines Videos gestaltet sich aus drei grundlegenden Elementen. Dazu zählen:

  1. Das Intro: Du begrüßt deine Zuschauer und bereitest sie auf den Inhalt vor.
  2. Der Inhalt: Deine Zuschauer schauen sich den Inhalt an.
  3. Das Ende: Du bedankst und verabschiedest dich von deinen Zuschauern.

Der normale Zuschauer ist in der Regel abgelenkt und kennt sich mit YouTube nicht aus. Besonders in der Anfangsphase werden deine Zuschauer nicht automatisch auf deinen Channel klicken, die Videos oder Uploads suchen und weiterschauen. Du kannst sie dazu bewegen, indem du die YouTube Endcard am Ende effektiv einbaust.

Der Vorgang nennt sich Call to Action (CTA). Du sagst deinen Zuschauern, was sie am Ende des Videos tun sollen. Ein Beispiel: Du führst einen Reise-VLOG, der sich über mehrere Folgen verteilt. Auf dieser Endcard verlinkst du die Playlist, die erste oder letzte Folge. Die Zuschauer möchten erfahren, was du zuvor erlebt hast und klicken in der Regel auf eines der Elemente.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen für die Endcard?

YouTube gibt wenige Vorgaben vor, die du erfüllen musst. Die Möglichkeit des Abspannes steht dir sofort zur Verfügung, du musst keine vorgeschriebene Abonnentenanzahl oder Watchtime erreichen. Die Länge der Endcard darf zwischen 5 und 20 Sekunden betragen. Mehr als vier Elemente gleichzeitig sind nicht möglich.

Folgende Elemente darfst du verlinken:

  • Video oder Playlist: Verlinke eine Playlist oder ein Video
  • Abo: Bewege neue Zuschauer dazu, deinen Kanal zu abonnieren
  • Kanal: Verlinke deinen oder einen anderen Kanal
  • Link: Verlinke eine Website deiner Wahl

Was gibt es bei der Verlinkung zu beachten?

Das Video oder die Playlist sollte passend zum Thema sein. Themen, die nicht direkt zum Videoinhalt passen, werden von den Zuschauern in der Regel ignoriert. Es gibt eine Ausnahme: das gleiche oder ähnliche Genre in der Endcard. Bei Reise-VLOGs kannst du am Ende einen anderen VLOG verlinken. Verlinkst du hingegen ein technisches Review, dann werden die Zuschauer eher seltener auf das Element klicken.

Die meisten deiner Zuschauer sind Abonnenten. Beim Call to Action zum Abo sind beide Zielgruppen (Abonnenten und Nicht-Abonnenten) abzudecken. Sätze wie “Wenn du noch nicht abonniert hast, dann findest du jetzt den Button dazu. Alle die mich schon abonniert haben: vielen Dank”. Selbstverständlich wählst du deine eigene Wortwahl. Dieses Beispiel zeigt, wie du beide Zielgruppen gleichstellst und zum Call to Action bewegst.

Bei der Kanalverlinkung verlinkst du in erster Linie deinen eigenen Kanal. Sage deinen Zuschauern in kurzen Worten, was es da alles zu entdecken gibt und warum sie deinen Channel besuchen sollen. Du kannst andere Kanäle in Form einer Crosspromotion verlinken. Dies kommt zustande, wenn ein anderer YouTuber einen Gastauftritt bei dir hat.

Bei der Verlinkung einer Website kommt es ganz darauf an, was du erreichen möchtest. Hier sind der eigene Blog und die Merchandise-Homepage möglich. YouTube prüft zuvor deine Webseite und schaltet sie anschließend frei.

Externe oder interne Tools zur Gestaltung der Endcard?

YouTube bietet einen eigenen Editor an, der für die Einarbeitung gut geeignet ist. Dabei legt die Plattform die Elemente ganz einfach auf dein Video. Eine externe erstellte Endcard ist individueller und lässt sich deinen einzelnen Videos anpassen. Die Endcard gestaltest du entweder mit einem Videobearbeitungs- oder Fotoprogramm. Bei der Gestaltung hast du freie Hand. Denke daran, dass du maximal vier Elemente gleichzeitig einbauen kannst und die Endcard zwischen 5 und 20 Sekunden lang ist. Achte auf die richtigen Maße. Vor wenigen Jahren war es so, dass die Elemente eine feste Größe hatten. Mittlerweile lassen sich die Abspannelemente in einer bestimmten Größe ziehen. Nutze vorher das hauseigene Abspann-Tool von YouTube, um zu prüfen, wie du die Elemente platzieren kannst.

Wie erreichst du einen perfekten Abspann?

Es gibt keinen standardisierten perfekten Abspann. Der Abspann ist erst dann perfekt, wenn er zu deinem Inhalt passt.

Achte auf folgende Punkte:

Der richtige Zeitpunkt

Lasse am Ende des Videos etwas Zeit über, um den Abspann perfekt zu platzieren. Wenn du noch Inhalt zeigst und der Abspann diesen Inhalt überblendet, dann ist es für die Zuschauer ärgerlich. Behalte dies bei der Bearbeitung deiner Videos im Hinterkopf. Halte den Abspann lieber länger als zu kurz. Deine Zuschauer benötigen Zeit, um sich für einen Klick zu entscheiden.

Der richtige Hintergrund

Ein neutraler Hintergrund, Grafik oder Animation lenken die Aufmerksamkeit deiner Zuschauer auf die Elemente. Ein visuelles Grafikelement, wie beispielweise ein kleiner Pfeil, reicht völlig aus. Deine Zuschauer konzentrieren sich komplett auf die Endcard.

Der passende Teasertext

Ein Teasertext oberhalb der Endcard zeigt deinen Zuschauern, was gerade passiert. Beispielsweise könnte dort “Schon gewusst?” oder “Meine anderen Videos” stehen. Denke dir einen thematisch passenden Teasertext aus.

Weniger ist mehr

Überlade die Endcard nicht mit vier verschiedenen Elementen. Sobald du ein Video, eine Playlist, ein Abo-Button und eine Website verlinkst, weiß der Zuschauer nicht, wie er sich entscheiden soll. Arbeite mit zwei bis maximal drei verschiedenen Elementen. Du kannst drei Elemente verwenden, wovon zwei Elemente auf zwei unterschiedliche Playlisten oder Videos verweisen.

Was passiert, wenn du keine passenden Elemente hast?

Wenn du inhaltlich keine passenden Elemente hast, dann greife einzig und allein zum Abo-Button. Du kannst am Ende des Videos andere Videos wie Fails bei der Aufnahme, Versprecher oder einen kleinen Einblick in die Vorbereitungen des angesehenen Videos geben. Ein Call to Action ist nicht immer nötig, jedoch freut sich der Zuschauer über ein passendes Ende. Abgehackte Enden zerstören die Spannungskurve beim Zuschauer. Stell dir vor, du schaust ein Film. Schlagartig erscheint ein kurzes Ende. Du wirst dich überrumpelt fühlen.

Ohne Verlinkungen sind Interaktionen mit deinen Zuschauern möglich. YouTube bietet die sogenannten Abstimmungs-Infokarten an. Am Ende baust du die Abstimmungs-Infokarten ein und startest darüber eine Umfrage. Du kannst deine Zuschauer nach Feedback fragen und damit mehr Interaktionen unter deinen Videos in Form von Kommentaren erzielen.

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