YouTuber werden – das brauchst du dazu

Jeder fängt klein an: Ein Spruch, den du dir in vielen deiner Lebenslangen angehört hast. Sei es in der Schule, im ersten Beruf, beim Berufswechsel oder bei deinem Hobby. Lasse dir den Spruch durch den Kopf gehen, bevor du neue Projekte startest. Er beinhaltet einen interessanten Ansatz für einen guten Start. Klein anfangen bedeutet den ersten Schritt zu setzen. Auf diesen Schritt baust du dein Vorhaben Stück für Stück auf. Er bedeutet Motivation und soll dich stets daran erinnern, dass dir deine Geduld und Hingabe bei deinem Vorhaben als YouTuber helfen werden. Dieser Artikel führt dich in die wichtigsten Elemente ein und erklärt dir, worauf du zu achten hast.

Fangen wir bei der Plattform an, bei der du als YouTuber durchstarten möchtest. YouTube wurde im Februar 2005 von drei Personen gegründet. Die drei Gründer waren zum Zeitpunkt der Idee zwischen 25 und 30 Jahre alt. Drei junge Männer, die aus einer Idee die größte Videoplattform im Internet erschaffen haben. Sie fingen wie du klein an. Das Potenzial baute sich in wenigen Monaten auf, jedoch verdienten die Gründer wenig Geld. Mittlerweile macht das Unternehmen einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar. Kaum zu glauben, dass YouTube im November 2015 eine Finanzierungshilfe von 3,5 Millionen US-Dollar vom Silicon-Valley-Risikokapitalgeber Sequoia Capital erhielt.

Mit der richtigen Intention bei YouTube durchstarten

YouTuber sein stellen sich viele Personen einfach vor. Vor der Kamera stehen, ein paar Videos machen, Aufrufe generieren und Geld verdienen. Deine Intention sollte sich nicht an das Geld verdienen und das Verlangen nach einem Star-Leben richten. Du benötigst eine gewisse Affinität zu einer Sache, die dich mit der Tätigkeit als YouTuber verbindet.

Stelle dir dabei folgende Fragen:

  • Was fasziniert dich daran, Videos zu drehen?
  • Würdest du kostenfrei Videos produzieren?
  • Kannst du dir vorstellen, stetig Videos zu produzieren?
  • Gibst du nicht auf, wenn es schlecht läuft?

Wenn du alle Fragen mit “Ja” beantwortest, dann bist du grundlegend für YouTube geeignet. Du kannst nur einen YouTube-Channel führen, wenn du es ohne Zwang und aus freien Stücken heraus machst. Stell dir vor, du liebst Fußball. Du spielst im Verein, kennst alle Mannschaften auswendig und denkst in der Freizeit viel an dein Hobby. Nun bewegen dich Eltern, Freunde oder gute Kollegen dazu, eine andere Sportart durchzuführen. Dir sagt die Sportart nicht zu und du quälst dich täglich zum Verein. Glaubst du, dass du auf Zwang im Hobby erfolgreich wirst und dich weiterentwickelst? Eher nicht, denn das Hobby belastet dich. Je besser du sein willst, desto mehr Last liegt auf deinen Schultern. Projiziere die Erkenntnis auf einen Beruf oder andere Tätigkeiten, die dir nicht wirklich zusagen.

Das richtige Themengebiet finden

YouTube bietet unterschiedliche Kategorien. In einer Kategorie solltest du dich wiederfinden können:

  • Autos & Fahrzeuge
  • Bildung
  • Comedy
  • Film & Animation
  • Gaming
  • Menschen & Blogs
  • Musik
  • Nachrichten & Politik
  • Praktische Tipps und Styling
  • Reisen & Events
  • Soziales Engagement
  • Sport
  • Tiere
  • Unterhaltung
  • Wissenschaft & Technik

Die Plattform funktioniert sehr gut, wenn du eine Affinität zu einer der oben genannten Kategorien besitzt. Schaue dir zuerst deine Hobbys an: Führst du ein ungewöhnliches Hobby durch, hast du bestimmte Talente oder viele Informationen zu gewissen Themengebieten? Dann nutze dein Wissen und Talent für die passende Kategorie. Die Kategorie ist für deinen Erfolg essenziell, um über einen längeren Zeitraum zu wachsen. Merke dir: Du benötigst eine Zielgruppe, die du mit deinen Videos unterhältst.

Ein paar Beispiele dazu

Du kannst YouTube analysieren und aus einer berechenbaren Perspektive sehen. Es gibt Kategorien, die auf der Plattform besser als andere Genres funktionieren. Statista hat dazu im Jahr 2018 eine Umfrage an 14- bis 24-Jährige gestartet. Demnach schauen sich die befragten Personen Musikvideos, Comedy-Videos, Trailer, Lets-Plays und Fail-Videos an. Was fällt hier auf? Drei von fünf Videos fallen in die Kategorie der Unterhaltung. Das hat einen einfachen Grund. Menschen lassen sich gerne unterhalten und lachen viel. Unterhaltung baut Stress ab, ist nicht anstrengend und hilft beim Abschalten nach einem stressigen Tag.

Zur Referenz nehmen wir den YouTuber “Klengan”. Der YouTuber war lange Zeit irrelevant, bis immer mehr Zuschauer auf ihn Aufmerksam wurden. Dadurch baute er sich eine Fangemeinde von derzeit 500.000 Abonnenten auf. Die Gesamtaufrufe belaufen sich auf 168 Millionen Views. Viele YouTuber der ersten Stunde wie Coldmirror oder DieAussenseiter stammen aus der Unterhaltung. Schaue dir die größten deutschen YouTuber an. Darunter fallen HaerteTest, Kurzgesagt, Kinder Spielzeug Kanal, Ice Cream Rolls, freekickerz oder SurpriseJoe. Die Channels stammen aus Deutschland und sind teilweise international gehalten. Der Inhalt fällt in die Kategorie der Unterhaltung. Gefolgt von deutschsprachigen Kanälen wie Julien Bam, ApeCrime oder FreshTorge.

Solltest du unbedingt in der beliebtesten Kategorie starten?

Nein, wenn du Musiker bist, dann eröffne einen Musikkanal. Wenn du dich gut mit Software auskennst, dann eröffne einen Hilfekanal. Die beliebteste Kategorie bringt einen Nachteil mit sich: die Konkurrenz. Es gibt etliche Personen, die sich daran versuchen. Viele dieser YouTuber (wie Julien Bam) haben eine extrem hohe Affinität zur Unterhaltungskategorie. Du wirst dort schwer anknüpfen können.

Stelle einen Plan auf, sobald du dein Themengebiet gefunden hast

Mit dem passenden Thema setzt du einen Grundstein für deinen Channel, auf den du dein Dasein als YouTuber aufbaust. Lege dir einen Plan zurecht.

Dieser sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Welche Art Videos werde ich gestalten?
  • Wie hoch wird meine Upload-Frequenz sein?
  • Welchen Zeitraum möchte ich für den Anfang abdecken?

Die Art deiner Videos entscheidet, welches Equipment du benötigst. Auf das grundlegendste Equipment gehen wir weiter unten ein. Die Frequenz wird von YouTube vorgegeben. Zuschauer freuen sich über mindestens ein Video pro Woche. Plane mindestens ein Jahr ein und überlege dir, welche Inhalte du passend zum Thema präsentieren möchtest. Auf dich kommen mindestens 52 Videos zu, denn es gibt 52 Wochen im Jahr. Du kannst frei entscheiden, ob du mehrere Videos am Tag oder zwei Videos im Jahr hochlädst. YouTube basiert auf bestimmte Algorithmen. Bei der Masse an YouTubern ist es schwierig gefunden zu werden.

Selbst bei einer sehr guten Videoproduktion, guten Aufnahmen und eine grandiose Unterhaltung wird es schwierig. Hier greift der YouTube-Algorithmus. Einer davon sieht wie folgt aus: YouTube erkennt, wie aktiv du bist. Die Plattform schaltet deine Videos unter Vorschlägen bei ähnlichen Videos. Die Zuschauer bleiben bei dir, wenn du sie überzeugen kannst. Dieser Prozess kann viele Jahre andauern, bevor du größeren Erfolg bekommst.

Du bestimmst deine Reichweite

Du kannst die Reichweite selber in die Hand nehmen. Schreibe dazu Kommentare bei anderen YouTubern oder stelle dich in Foren, Facebook- oder WhatsApp-Gruppen vor. Am Anfang finden sich viele kleine YouTuber zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Dafür benötigst du ein kleines Fundament. Dein potenzieller YouTube-Partner und die Zuschauer sollen merken, dass du gerne und über einen längeren Zeitraum aktiv bist. Oftmals möchten YouTuber Reichweite generieren, die nicht konsequent genug sind. Du kennst es aus deiner eigenen Sicht als Zuschauer. Wie oft hast du Channels gefunden, die eine gute Zusammenarbeit hatten und verschwunden sind? Sei nicht aufdringlich und sehe dein Dasein auf YouTube nicht aus der Ego-Perspektive. Versuche bei der Präsentation deines Channels in Foren oder bei potenziellen YouTubern immer eine Mitte zu finden. Es geht nicht nur um dich, sondern um euch als Gruppe. Ihr macht YouTube aus, auch wenn ihr alle einen eigenen Kanal führt.

Welches Equipment benötigst du?

Wenn du Videos im Bereich Outdoor machst, dann reicht das Standard-Equipment nicht aus. Wir gehen auf das Equipment ein, was du grundlegend benötigst.

Die Kamera

Es gibt drei verschiedene Kameraarten, die du nutzen kannst. Dazu zählen die Kompaktkamera, die Spiegelreflexkamera oder die Kamera deines Smartphones. In den Jahren zwischen 2005 und 2012 gab es keine guten Smartphones, weshalb damalige YouTuber direkt in teure Kameras investieren mussten.

Wenn du ein gutes Smartphone besitzt, dann reicht die integrierte Kamera völlig aus. Heutige Smartphones erreichen ähnlich gute Werte wie Kompaktkameras aus der Mittel- bis Profiklasse. Denke daran: Du bist am Anfang. Lege anfangs mehr Wert auf den Themeninhalt und die Ausgestaltung deines Channels. Eine professionelle Kinoqualität bringt dir nicht automatisch neue Zuschauer und den Erfolg.

Der Sound

Ein guter Sound steht sogar über eine gute Bildqualität. Zuschauer schauen deine Videos über das Smartphone oder hochwertige Headsets. Dadurch nehmen sie jeden Fehler wahr. Blechende oder zu hohe Tonarten werden vom Zuschauer negativ aufgefasst. Stelle dir vor, du schaust einen Blockbuster im Kino. Der Sound ist schlecht, zu basslastig und anstrengend zu hören.

Die gute Bildqualität kann den schlechten Sound nicht ausbessern. Es gibt vier verschiedene Mikrofone: das Richtmikrofon, das Ansteckmikrofon, das externe Mikrofon (am Schreibtisch) oder das Mikrofon im Smartphone. Sei nicht weiter als einen Meter entfernt, wenn du das Mikrofon des Smartphones verwendest.

Besser ist jedoch ein Ansteckmikrofon, wenn du frei reden möchtest. Dies gilt für Tipps, die du im One-Take aufnimmst oder für VLOGs. Das Tischmikrofon eignet sich für die Nachvertonung. Diese Nachvertonung kommt beispielsweise bei Präsentationen oder Erklärungen von Programmen sowie Tipps vor. Du entscheidest, wie du das Video letztendlich gestaltest.

Die Ausleuchtung

Die Ausleuchtung spielt besonders bei Innenaufnahmen, VLOGs und Produktvorstellungen eine wichtige Rolle. Leuchte dich gut aus, wenn du selber vor der Kamera stehst. Wenn du Produkte abfilmst oder präsentierst, dann leuchte das Produkt aus mindestens zwei Seiten aus. Es gibt keine wirkliche Alternative zur Ausleuchtung. Hier musst du etwas Geld investieren. Dazu eignen sich Softboxen, die du zu günstigen Preisen im Internet findest.

Den besten Kontrast erreicht du mit weißen LEDs. Gelbes Licht ist wärmer, wirkt je nach Aufstellung etwas unsauber. Es kommt ganz darauf an, wie du das Video gestaltest. Versuche dich an zwei Farbtemperaturen. Die Stärken 2700K und 5500K finden häufige Verwendung. Outdoor-Aktivitäten wie VLOGs oder andere Ideen setzt du mit Sonnenlicht um. Das Sonnenlicht ergibt eine klare und angenehme Helligkeit. In Wintermonaten oder an bedeckten Tagen verhelfen dir Kameralichter. Sie nennen sich Fotolicht, Videolicht oder Videoleuchte und werden an der Kamera befestigt.

Die Software

Du benötigst Software, um die Videos zu schneiden und um den Ton etwas zu verbessern, sofern er etwas schlechter ausfällt. Dazu gibt es kostenlose und kostenpflichtige Programme. Die kostenlosen Programme eignen sich für den Anfang. Es gibt kleinere YouTuber, die kostenlose Software selbst bei 5000 Abonnenten benutzen.

Es kommt ganz darauf an, welches Themengebiet du abdeckst. Bei Videos rund um Grafik oder Videobearbeitung wirst du aus eigenen Stücken die beste Software für dich gefunden haben. Zu den kostenlosen Videobearbeitungs-Programmen gehören Windows Movie Maker 2012, DaVinci Resolve oder Shotcut. Den Sound bearbeitest du mit Audacity. Auf Apple-Rechnern ist das kostenlose Programm Final Cut installiert. Fotos bearbeitest du mit GIMP. Im Verlauf deiner YouTube-Karriere wirst du wachsen und zu kostenpflichtigen Programmen wie Magix Vegas und PhotoShop wechseln.

Musst du unbedingt als Streamer starten?

Ja und Nein. Im Verlauf deiner Karriere wirst du automatisch streamen und Live mit deiner Community interagieren. Selbst wenn du thematisch keinen Stream aufstellen kannst, wirst du irgendwann ein Q&A (Fragen und Antworten) Video für deine Zuschauer erstellen. Du kannst dich kaum davor drücken, die Zuschauer werden danach fragen. Ein Stream läuft in der Regel zu Hause ab. Wenn du unterwegs bist, dann benötigst du eine streamingfähige Kamera. Hier greifen die meisten YouTuber zum Smartphone.

Für einen Stream benötigst du:

  • Eine Webcam (für Innenaufnahmen) oder ein Smartphone
  • Eine gute Ausleuchtung (siehe oben)
  • Ein gutes Mikrofon (siehe oben)
  • Eine Game Capture Hardware (nur bei Lets Plays)
  • Ein Stream Deck (nur bei aufwendigen Livestreams)
  • Ein neutraler Hintergrund
  • Etwas Übung

Als Software nutzt du die Open Broadcaster Software OBS. Sie ist kostenlos und bietet einen sehr hohen Funktionsumfang. Selbst große Streamer wie Gronkh greifen zu der Software.

Die ersten Werbeinnahmen, Werbepartner und Steuern

Du wirst selbst als sehr kleiner YouTuber Anfragen von Werbepartnern bekommen. Meist handelt es sich dabei um chinesische Händler, die ihre Produkte von dir präsentiert sehen möchten. Entweder darfst du das Produkt behalten oder es wird eine kleine Summe bezahlt. Auf YouTube kannst du erst Geld verdienen, wenn du mindestens 1000 Abonnenten hast und eine Watchtime von 4000 Minuten erreichst. Die Abonnenten darfst du über einen längeren Zeitraum aufbauen. Die Watchtime, also die Zeit, in der deine Videos geschaut werden, bezieht sich auf 12 Monate.

Deutschland und Österreich: Was ist zu beachten?

Generell gilt: Eine Gewerbeanmeldung ist in Deutschland nötig, sofern du eine Gewinnabsicht hast und nicht privat handelst. Du handelst bei einer dauerhaften Einnahme über einen YouTube-Channel nicht mehr privat. Hole dir so früh wie möglich einen Gewerbeschein. Du erhältst eine Steuernummer und bist damit Gewerbetreibender. Dies hat einige Vorteile. Du kannst offizielle Rechnungen schreiben. Manche Werbepartner verlangen eine Rechnung zur Leistung. Solltest du größer werden und viel Geld verdienen, dann kommen Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer auf dich zu.

Ähnlich verhält sich der Sachverhalt in Österreich. In Österreich wird zwischen freies Gewerbe und reglementiertes Gewerbe unterschieden. Zuständig dafür ist die Wirtschaftskammer Österreich (kurz WKO). Die WKO bietet einen Gründerservice, den du bei Fragen und Definition deiner Tätigkeit in Anspruch nimmst.

Ab wann musst du in Deutschland Steuern zahlen?

Als kleiner YouTuber wirst du nicht über die Steuergrenze kommen. Die Grenze bei der Einkommenssteuer liegt bei 9.408 Euro im Jahr 2020. Die Grenze bei der Gewerbesteuer liegt bei 24.500 Euro. Diese Grenze gilt auch für die Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer gehört neben der Vorsteuer zur Mehrwertsteuer. Die Umsatzsteuer wird auf deine Einnahmen fällig.

Es gibt eine besondere Ausnahme: der Härteausgleich. Wenn du YouTube als Nebenberuf ausführst, aber nebenbei im Vollzeitjob tätig bist, dann werden die Einnahmen erst ab 410 Euro im Jahr versteuert. Du kannst deine Werbungskosten von den Einnahmen abziehen. Ein Beispiel: Du verdienst mit YouTube 1000 Euro im Jahr. Alle verbundenen Aufwendungen (beispielsweise die Reise in einer anderen Stadt bei Reise-VLOGs, Kameraequipment etc.) werden abgerechnet. Wenn die Werbungskosten bei 600 Euro liegen, dann bleiben 400 Euro über. Diese Summe musst du nicht in deine Steuererklärung angeben und keine Steuern zahlen.

Ab wann sind in Österreich Steuern fällig?

Österreich ist etwas einfacher als Deutschland. Es gibt die Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer. Die Körperschaftsteuer musst du nicht beachten, da sie für Kapitalgesellschaften, Genossenschaften oder Vereinen gilt. Die Einkommensteuer wird nach einem Staffeltarif berechnet und sieht wie folgt aus:

  • 10.000 Euro im Jahr = Keine Steuern / Kein Steuersatz
  • 25.000 Euro im Jahr = 5.750 Euro / Steuersatz: 23 Prozent
  • 51.000 Euro im Jahr = 17.085 Euro / Steuersatz: 33,5 Prozent
  • Über 51.000 Euro im Jahr = 50 Prozent Steuersatz

Die genauen Werte erfragst du bei einem Steuerberater. Die oben genannten Angaben sind ohne Gewähr und nicht mit einer Beratung einer Steuerkanzlei vergleichbar.

In Deutschland und Österreich könntest du als Fernsehsender eingestuft werden

In Deutschland gibt es die Landesmedienanstalt. Einige deutsche Streamer werden als Fernsehsender angesehen. Diese YouTuber benötigen eine Rundfunklizenz. Dazu zählt der größte deutsche Gaming-YouTuber Gronkh. Du erfüllst den Vorgaben nur, wenn du dein Angebot linear verbreitest.

Vor Dezember 2019 musstest du folgende Kriterien in Deutschland erfüllen:

  1. Dein Beitrag ist live oder du hast feste Zeiten
  2. Du hast mindestens 500 Zuschauer gleichzeitig im Stream
  3. Deine Sendung ist journalistisch-redaktionell gestaltet
  4. Das Angebot steht regelmäßig oder dauerhaft zur Verfügung

Nun die gute Nachricht:

Der neue Medienstaatsvertrag bringt die Entschärfung. Alle oben genannten Kriterien sind bis auf einen Punkt gültig. Wenn du innerhalb von 6 Monaten durchschnittlich weniger als 20.000 Zuschauer gleichzeitig hast, entfällt die Rundfunklizenz. Dies gilt für Betreiber von Streams mit einer geringen journalistisch-redaktionellen Gestaltung. Sie haben keine Bedeutung für die individuelle und öffentliche Meinungsbildung. Diese Regelung nennt sich Bagatellrundfunk. Wenn du sicher gehen möchtest, dann lasse dir eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen.

In Österreich gibt es die Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH (kurz RTR). Daraus entsteht eine Meldepflicht, die mit weiteren Pflichten verbunden ist. Darunter zählen die Aktualisierungspflicht, Aufzeichnungspflicht, der Finanzierungsbeitrag, die kommerzielle Kommunikation, die Förderung europäischer Werke und die Einhaltung der Menschenwürde, den Jugendschutz und die Barrierefreiheit.

Meldepflichtig bist du in Österreich, wenn du folgende Punkte erfüllst:

  1. Vorliegen einer Dienstleistung
  2. Du bist redaktionell für den Channel verantwortlich
  3. Dein Video-Angebot ist eigenständig
  4. Deine Inhalte sind fernsehähnlich
  5. Du bietest die Inhalte im Internet an
  6. Deine Videos können von allen Personen angesehen werden

Fazit und Zusammenfassung

Lasse dich durch den Artikel nicht abschrecken. Alles, was du oben gelesen hast, kommt langsam auf dich zu. Vergiss nie den ersten Satz: Jeder fängt klein an. Alle genannten Punkte sind kleine Hürden, die über Jahre auf dich zukommen. Du kannst dir bei Fragen über Steuern oder der Rundfunklizenz Hilfe von Steuerberatern oder der Landesmedienanstalt holen. Bewahre deinen Fokus und führe die Tätigkeit als YouTuber mit Geduld und Hingabe aus.

Viel Erfolg!

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